Torres, Rio Grande do Sul
Torres, die nördlichste Stadt an der Küste Rio Grande do Suls, empfängt jedes Jahr Tausende von Besucher aus ganz Brasilien und auch aus den Nachbarstaaten. Die Stadt ist nicht nur eines der vornehmsten Reiseziele des Bundesstaates, sondern auch bekannt durch die jährlich wiederkehrende Heissluftballon – Veranstaltung, mit inzwischen internationaler Beteiligung. Das angenehme Klima und die schier endlosen Strände aus weissem Sand sind auch Teil der Sehenswürdigkeiten dieser Sympathiechen Kleinstadt mit 31 000 Einwohnern.
Die Stadt verfügt über eine Vielfalt an Naturschönheiten die ein einzigartiges Ökosystem im Bundesstaat bilden. Neben dem Meer und Stränden, bietet die Natur auch unzählige Dünen, Felsen, Inseln, Regenwald, Flüsse, Lagunen, Wasserfälle und eine riesige Anzahl von Tier- und Pflanzenarten.
Torres ist eines der ältesten Bezirke des Bundesstaates Rio Grande do Sul. Die Gegend wurde ursprünglich von den Carijó-, Minuano- und Arachanes-Indianer bewohnt, die von der Fischerei lebten und sehr primitive Landwirtschaft betrieben. Heute erzählen nur noch die übrig geblieben kolonialen Gebäude etwas von der Geschichte, dieser im 18. Jahrhundert gegründeten Stadt.
Das Klima in Torres ist mild und trocken. Die Durchschnittstemperatur liegt um die 21ºC, bei Höchsttemperaturen von 35ºC und Mindesttemperaturen von 12ºC. Die Hitze wird etwas von dem Meereswind erleichtert.
Torres ist ein beliebtes Reiseziel, deswegen ist man sich hier schon seit langem gewöhnt, die unzähligen Besucher unterzubringen. Die Stadt verfügt über eine grosse Anzahl an Unterkunftsmöglichkeiten und kulinarischen Varianten. Beides steht für jede Preisklasse in grosser Anzahl zur Verfügung.
Festival Internacional de Balonismo
Das Heissluftballon Festival, verdankt sein bestehen eigentlich einem Zufall. 1989 während der Vorbereitungen der II FEBANANA hatten die Veranstalter
beschlossen, zur Abwechslung einige Ballons an der Eröffnungsfeier zu präsentieren. Der Erfolg war derartig gross, dass schon im folgenden Jahr das 1. Südbrasilianische Heissluftballon-Treffen
hier stattfand.
Die Stadt Torres wurde allmählich zur Heissluftballon-Hauptstadt Brasiliens. Die Region bietet ein ideales Gelände, und den Veranstaltern wird eine gute Infrastruktur zur Verfügung gestellt, so
dass die Ballonfahrer und ihre Bodenteams ungestört ihrer Arbeit nachkommen können.
Dieses Ereignis zieht jährlich über 40 000 Zuschauer nach Torres.
Die wichtigsten Strände (Praias)
Praia Grande
Das Herz von Torres, denn an diesem 2 km langen Strand wird von den meisten Badegästen aufgesucht. Hier finden auch die meisten Wettbewerbe während des Sommers statt, wie Fußball, Volleyball und vieles mehr. Auch bei Surfern sehr beliebt. Hier werden auch Musikshows unter freiem Himmel organisiert.
Praia dos Molhes
Die Molhes (Mole) wurden von 1968 bis 1970 gebaut um die Flussmündung zu befestigen und die Ausfahrt der Fischerboote zu erleichtern. Der 250 m lange Molhes-Strand ist unter den Surfern sehr beliebt, da hier die Wellen eine recht imposante Höhe erreichen können. Anfänger sollten diesen Platz jedoch (mit dem Surfbrett) meiden.
Prainha
Auch als Praia do Meio (Mittelstrand) bekannt. Der Strand ist 600 Meter lang und ist der ruhigste in der Gegend. Der Boden ist steinig und bietet eine herrliche Landschaft. Am Wochenende trifft sich hier vorwiegend die Jugend.
Praia da Cal
Der Name stammt von der von Mineralkalkherstellung, welcher durch das verbrennen von Mollusken und anderen Schalentieren gewonnen wurde. 1942 fingen Besucher an, diesen Strand regelmässig zu besuchen. Der Strand ist 800 Meter lang und ist auch eine der beliebtesten Stellen für Surfer. Gegenüber dem Strand liegt der Platz Nossa Senhora dos Navegantes. Diese Heilige, in den afrikanischen Religionen als Iemanjá bekannt, wird jeden 2. Februar gefeiert.
Praia Itapeva
Der Strand ist sechs Kilometer lang und liegt nach dem Guarita-Park. Der Name stammt vom Itapeva-Hügel, was auf der Sprache der Tupi-Indianer "flacher Stein" bedeutet. Neben dem Hügel liegen die Itapeva-Dünen, ein guter Platz für Sandbord. Und da sind noch die Itapeva-Steine, eine Felswand die am Strand liegt und sich bestens fürs Sportfischen eignet.
Sehenswürdigkeiten
Surfer-Denkmal
Steht am Plaz der Sociedade Amigos da Praia de Torres (Verein Freunde der Torres-Strände) und ist das einzige Denkmal dieser Art in ganz Lateinamerika. Dies ist ein Werk der Künstlerin Leda Christina Nacul, und trägt den Titel „Tube“. Das Denkmal wurde aus Beton hergestellt und stellt einen Surfer in der Welle dar.
Guarita-Park
Die Auslegung der Gärten dieses Parks wurden vom berühmten Landschaftskünstler Burle Marx mit Hilfe des Ökologen José Lutzemberger durchgeführt. Es gibt hier ein typisches Restaurant und ein schönes natürliches Amphitheater das von einem künstlichem See umgeben ist. Hier finden viele kulturelle Veranstaltungen statt. Im Park liegt der Guarita-Strand, der als der schönste in ganz Torres gilt, der von den Türmen Centro, Sul und Guarita umgeben ist.
Leuchtturm-Hügel (Morro do Farol)
Früher als der Nord-Turm (Torre Norte) bekannt weil dies der erste Turm ist, den man sieht wenn man vom Norden kommt. Heute trägt er den Nanen Morro do Farol, weil 1912 der erste Leuchtturm von Torres errichtet wurde. Damals war er aus Holz gebaut, und brach während eines schweren Sturmes im Jahr 1935 zusammen.
Morro do Meio (Mittlerer Turm)
Wegen seiner Grösse ist der Morro do Meio der bedeutendste aller drei Hügel. Er ist auch auch als der Morro das Furnas bekannt. Er liegt 600 Meter vom Leuchtturm entfernt und ist von der Praia do Cal getrennt. Der Felsen sieht aus wie ein langes Brett, welches 135 tausend Quadratmeter Oberfläche aufweist. Seine höchste Stelle liegt bei 66 Meter über Meer. Durch das aufschlagen der Wellen über Millionen von Jahren, bildeten sich Höhlen und Kavernen in dieses massive Furnagestein. Um einen Teil dieses Naturspektakels aus nächster nähe zu sehen, gibt es einen Fussweg, der den Besucher nahe an die Geschehnisse bringt.
Morro Sul (Süd-Turm)
Der Morro Sul liegt im Guarita-Park und besteht aus einem enormen Felsen der ins Meer hinein ragt. Die Plattform kann über eine 100 Stufige Treppe erklommen werden. Von hier kann man eine herrliche Aussicht über den Guarita- und des Itapeva-Strandes, den Morro do Meio, die Dünen und der Stadt geniessen. Der Morro Sul trennt den Guarita-Park vom Itapeva-Strand.
Lagoa do Violão
Die Lagune liegt im Stadtzentrum und trägt diesen Namen, weil ihre Form sich tatsächlich einer Gitarre ähnelt. Der Platz wird sehr gerne für Wassersportarten und Spaziergänge verwendet. Zum verweilen, laden die unzähligen Schildkröten ein, die in diesem Wasser leben.
Ilha dos Lobos (Insel der Wölfe)
Die einzige Meerinsel in Rio Grande do Suls, liegt 1,8 Km vor der Praia Grande. Ihren Namen verdankt sie den Seelöwen, die jedes Jahr während den Monaten Juli bis November hierher finden, um sich zu paaren. Aus diesem Grunde wurde die Insel 1983 zum Naturschutzgebiet erklärt. Aber auch andere Tiere, wie Delphine, Süßwasserdelphine, Walfische, Meeresschildkröten und die verschiedensten Vogelarten finden den Weg hierher.
Die Insel ist nicht höher als zwei Meter, und für viele Schiffsunfälle verantwortlich. 1965 versank der Frachter HAWAII. Bis dato, das letzte Schiff das der Insel zum Opfer fiel.
Die Umgebung
Die Stadt und das Landesinnere von Torres verbirgt noch viele, hier nicht aufgeführte
Attraktionen. Da findet man noch viel erhaltene Natur und Tierarten wie Tukane, Wildkatzen oder Affen, deren Lebensraum der Regenwald ist. Die Gegenden ist von vielen Plantagen, vor allem und Bananen geprägt.
Offizielle Touristik-Seite Torres, Rio Grande do Sul




















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