José Cruz
Geboren am 9. November 1948 in Passo Fundo, Rio Grande do Sul. Ein ehemaligerFussballspieler und heutiger Fussballtrainer.
Scolari ist der Sohn einer aus Italien stammenden Familie, die nach Brasilien einwanderte. Sein aus Venedig stammender Vater Benjamin galt in den 1940er Jahren als einer der besten Abwehrspieler des Staates Rio Grande do Sul. Scolari hat auch die italienischeStaatsbürgerschaft.
Er begann in den frühen 1980er Jahren seine Trainerkarriere bei dem Provinzverein Centro Sportivo Alagoano. Es folgten mehrere Stationen in Brasilien und mit dem saudi-arabischen Verein Al-Shabab auch die erste Anstellung im Ausland, ehe er 1987 Grêmio Porto Alegre, einen der bekanntesten brasilianischen Vereine, trainierte. Doch auch dort verweilte Scolari nur kurz und wechselte schon nach einem Jahr zu Goiás EC. Danach ging er für zwei Jahre nach Kuwait, wo er zunächst Al Qadisiya Kuwait und dann die kuwaitische Nationalmannschafttrainierte. 1991 kehrte er in seine Heimat Brasilien zum Criciúma EC zurück und gewann mit dieser Mannschaft 1991 die Copa do Brasil und damit seinen ersten grossen Titel. Noch im selben Jahr verliess er Brasilien wieder, um nach Saudi-Arabien zu gehen und den ErfolgsvereinAl-Ahli zu trainieren. Im Anschluss daran folgte noch ein einjähriges Engagement bei seinem ehemaligen Verein Al Qadisiya Kuwait.
1993 kehrte Scolari erneut nach Brasilien zurück und heuerte ein weiteres Mal bei Grêmio Porto Alegre an. Dort holte er in jeder Saison einen Titel, 1994 den Pokal, 1995 die südamerikanische Vereinsmeisterschaft und 1996 den brasilianischen Meistertitel. Anschliessend ging der Wandervogel Scolari nach Japan zu Júbilo Iwata und danach wieder zurück nach Brasilien. Er akzeptierte ein Angebot von Palmeiras São Paulo. Dort gewann er 1998 den brasilianischen Pokal und die Copa Mercosur sowie 1999 die Copa Libertadores. 2000 verliess er São Paulo in Richtung Cruzeiro Belo Horizonte.
Unter Emerson Leão gab es für die Seleção vermehrt negative Ergebnisse in der Qualifikation zur Fussball-Weltmeisterschaft 2002 und einen enttäuschenden vierten Platz beimKonföderationen-Pokal 2001. Im Juni 2001 wurde schliesslich Scolari Brasiliens Nationaltrainer. Zunächst enttäuschten die Brasilianer auch unter ihm und schieden im Viertelfinale der Copa América 2001 gegen Honduras aus. Anschliessend gelang es Scolari doch, die Mannschaft zur WM zu führen. Die Brasilianer fanden zu alter Form zurück und gewannen den Weltmeistertitel im Finale gegen Deutschland. Nach diesem Erfolg wurde er zum Weltnationaltrainer des Jahres 2002 gewählt. Dennoch waren die CBF und auch die Fans unzufrieden mit seiner Arbeit, weshalb er kurze Zeit nach dem WM-Finale sein Amt niederlegte.
Seit 2003 trainiert er die Portugiesische Fussballnationalmannschaft und kam mit dem Gastgeber des Turniers bis ins Finale der Fussball-Europameisterschaft 2004. Er war zusammen mit Otto Rehhagel, dem Gegner im Finale, der erste ausländische Trainer, der es bis ins Finale dieses Wettbewerbs schaffte. Im April 2006 wurde er von der britischen Presse als ein möglicher Nachfolger des englischen Nationaltrainers Sven-Göran Eriksson gehandelt, doch Scolari lehnte den Posten ab. Stattdessen verlängerte er seinen Vertrag mit dem portugiesischen Verband bis zur EM 2008. Nach der 0:1-Halbfinalniederlage seiner Portugiesen gegen Frankreich bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland mutmasste Scolari, dass Schiedsrichter Jorge Larrionda (Uruguay) heimlich auf der Seite der Franzosen gestanden und das Spiel dementsprechend beeinflusst habe. Beim abschließenden Spiel um den dritten Platz am 8. Juli 2006 in Stuttgart unterlag Scolaris Mannschaft gegen Deutschland mit 1:3.
Bei der EURO 2008 führte Scolari die Portugiesen bis ins Viertelfinale, scheiterte dort aber an Deutschland mit 2:3 (1:2).
Am 1. Juli 2008 wurde Luiz Felipe Scolari Trainer des FC Chelsea, wurde dort jedoch bereits am 9. Februar 2009 wieder entlassen, weil sein Erfolg hinter den Erwartungen zurückblieb.
| Erfolge | |
| Brasilianischer Meister | 1996 mit Grêmio Porto Alegre |
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Brasilianischer Pokalsieger
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1991 mit Criciúma Esporte Clube 1994 mit Grêmio Porto Alegre 1998 mit Palmeiras São Paulo |
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Copa Libertadores
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1995 mit Grêmio Porto Alegre 1999 mit Palmeiras São Paulo |
| Copa Mercosur | 1998 mit Palmeiras São Paulo |
| Weltmeister | 2002 mit Brasilien |
| Vize-Europameister | 2004 mit Portugal |
| Weltnationaltrainer | 2002 |
Stationen als Trainer
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Quelle: Dieser Artikel stammt aus dem Wikipedia-Artikel „Luiz Felipe Scolari“, welcher nach CC-BY-SA lizensiert ist. Die vollständige Autorenliste finden Sie hier. Erweiterungen durch INFO Südbrasilien werden unter gleicher Lizenz weitergegeben. |
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