Foto: Claudio Lobos (CC BY-NC-SA 2.0)
Elis Regina (Elis Regina Carvalho Costa), geboren am 17. März 1945 in Porto Alegre, Brasilien und verstorben am 19. Januar 1982 in São Paulo, Brasilien, war eine brasilianische Sängerin. Elis Regina war eine temperamentvolle und charismatische Person und setzte mit ihrem Vortrag neue Maßstäbe. Sie wurde die „Königin der populären brasilianischen Musik“ genannt. Elis stammte aus kleinbürgerlichen Verhältnissen und wuchs im Süden Brasiliens auf. Ihr persönlicher Stil war nicht nur geprägt durch ihre Stimme, sondern auch durch die Wahl von Gestik, Mimik und Kostümen.
Die Sängerin begann bereits im Kindesalter mit ihrer Karriere. Schon im Jahr 1959 trällerte sie in Radiosendungen die aktuellen Hits. Weniger Bossa Nova, die im Süden noch nicht so bekannt war, aber Boleros und Rock-Balladen. Ihr erster Versuch, in Rio de Janeiro Fuß zu fassen, endete mit einer Enttäuschung. Sie traf nicht den Geschmack der Cariocas, der Einwohner von Rio. Das Publikum stand noch ganz unter dem Einfluss der „coolen“ Bossa Nova.
Sie zog sich nach São Paulo zurück, um ihre Fertigkeiten zu komplettieren. Kein Fehler, denn die Musikszene der Stadt erlangte zunehmend Bedeutung im ganzen Land. Elis Regina erreichte Anschluss an die neue, junge Szene. Mit ihren zahlreichen Auftritten bei Festivals schaffte sie es, damals noch unbekannte Autoren ins Rampenlicht zu rücken: Milton Nascimento (Nada será como antes), Vinícius de Moraes und Baden Powell de Aquino (Canto de Ossanha) oder Edu Lobo (Arrastão, Upa Neguinho).
1965 trat sie zusammen mit Jair Rodrigues in der legendären Show „Dois na bossa“ auf. Die Konzerte waren von einer dichten Atmosphäre geprägt. Sie konnte aus den Wurzeln brasilianischer Musikgeschichte schöpfen.
Mit Elis Regina begann einer Generation von Musikern, deren Vortrag nicht nur „linear“ war, wie in der Vergangenheit. Sie wollte sich vielschichtiger präsentieren, nicht allein durch ihre Stimme. Die Sängerin sprach mit ihrer Show mehr Sinne an, als man das bisher gewohnt war. Manchmal lief sie mehr als zwei Stunden über die Bühne ohne Pause. Sie wirkte besessen von der Musik und ihre Leidenschaft schien keine Kompromisse zu dulden.
Ihre Show „Falso Brilhante“ zählt zu ihren größten Erfolgen. In São Paulo verfolgten mehr als 300.000 Menschen ihre Auftritte.
In die Musikgeschichte eingegangen ist Reginas Zusammenarbeit mit Antônio Carlos Jobim, mit dem sie unter anderem das Album „Elis & Tom“ (1974) aufnahm. Sie sang viele seiner Kompositionen, darunter auch Águas de Março, welches 2001 von den Lesern der Zeitung Folha de São Paulo zum besten brasilianischen Lied aller Zeiten gewählt wurde. Regina und Jobim sangen den Titel bei Live-Auftritten und im brasilianischen Fernsehen häufig im Duett.
Elis Regina schrieb aber nicht nur ihre Erfolge fort, sondern verfolgte aufmerksam neue musikalische Entwicklungen und trat auch mit Titeln unbekannter Autoren auf. Viele Cariocas mochten nicht immer ihre Wege und Wendungen nachvollziehen. Die Publikumsgunst blieb schwankend, die Zuneigung war ihr nicht immer sicher.
Die Show „Transversal do tempo“ (1978) hat fast kammermusikalische Züge. Die Stücke vermitteln eine dunkle, eindringliche Stimmung.
Die von ihr interpretierten Lieder enthielten nicht selten - für den brasilianischen Hörerkreis der Zeit ohne weiteres dechiffrierbare - kritische Anspielungen auf die Militärdiktatur während der "bleiernen Jahre" ("anos de chumbo"), in Titeln wie "O bêbado e a equilibrista".
Ihr früher Tod im Jahr 1982 wird mit der gleichzeitigen Einnahme von Alkohol und Medikamenten in Verbindung gebracht. Es soll sich um die Verquickung unglücklicher Umstände gehandelt haben. Sie starb mit 36 Jahren.
Elis Regina war zweimal verheiratet. Aus erster Ehe mit dem Musiker Ronaldo Bôscoli stammt der Sohn João Marcelo Bôscoli. In zweiter Ehe war sie mit dem renommierten brasilianischen Jazzmusiker und Pianisten César Camargo Mariano verheiratet. Aus der Ehe gingen Pedro Camargo Mariano und Maria Rita hervor. Die Tochter Maria Rita ist seit 2003 ebenfalls als Sängerin erfolgreich.
In den portugiesischsprachigen Ländern werden zunehmend Auftritte von Elis Regina auf DVD herausgebracht. Dabei handelt es sich um alte Aufnahmen, die aufwändig digital restauriert wurden.
Zur 237. Jahrfeier Porto Alegres am 26. März 2009 fand die Einweihungsfeier, der Skulptur zu Ehren der beliebten Künstlerin statt. Das lebensgrosse Denkmal aus Bronze wurde vom
Künstler Jose Pereira Passos geschaffen und befindet sich im Park der „Usina do Gasômetro.“ Nach der Zeremonie gaben der Pianist Geraldo Flach und die Sängerin Lucia Helena,
zwei in enger Freundschaft zu Elis Regina verbundene Künstler, ein Konzert mit Songs aus dem Repertoire von Elis.
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1. Da sorte 2. Sonhando 3. Murmúrio 4. Tu serás 5. Samba feito para mim 6. Fala-me de amor 7. Baby face 8. Dor de cotovelo 9. Garoto último tipo 10. As coisas que eu gosto 11. Mesmo de mentira 12. Amor, amor |
Salvador Ellis - Vorzon Djalma Ferreira - Luiz Antônio Ângela Martignoni - Othon Russo Paulo Tito Markus - Rotter Davis - Akst João Roberto Kelly Paul Anka Hammerstein - Rodgers Carlos Imperial B.Caesar |
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1. Pot-pourri: O morro não tem vez Feio não é bonito Samba do carioca Este mundo é meu A felicidade Samba de negro Vou andar por aí O sol nascerá Diz que fui por aí Acender as velas A voz do morro O morro não tem vez 2. Preciso aprender a ser só 3. Ziguezague 4. Terra de ninguém 5. Arrastão 6. Reza 7. Tá engrossando 8. Deus com a família 9. Ué 10. Menino das laranjas |
Tom Jobim-Vinicius de Moraes Carlos Lyra-Gianfrancesco Guarnieri Carlos Lyra- Vinicius de Moraes Sergio Ricardo-Ruy Guerra Tom Jobim-Vinicius de Moraes Roberto Correia-Sylvio Son Newton Chaves Cartola-Élton Medeiros Zé Keti-Hortêncio Rocha Zé Keti Zé Keti Tom Jobim-Vinicius de Moraes Paulo Sergio Valle - Marcos Valle Édson Menezes - Alberto Paz Paulo Sergio Valle - Marcos Valle Edu Lobo - Vinicius de Moraes Ruy Guerra - Edu Lobo Édson Menezes - Alberto Paz César Roldão Alcina Maria - Osmar Navarro Théo de Barros |
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1. Corrida de jangada 2. A time for love 3. Se você pensa 4. Giro 5. A volta 6. Zazueira 7. Upa neguinho 8. Watch what happens 9. Wave 10. How insensitive 11. Você 12. O barquinho |
Capinan - Edu Lobo Mandel - Webster Erasmo Carlos Roberto Carlos Tibério Gaspar - Antônio Adolfo Roberto Menescal - Ronaldo Bôscoli Jorge Ben Gianfrancesco Guarnieri - Edu Lobo Legrand - Gimbel Tom Jobim Tom Jobim - Vinicius de Moraes Roberto Menescal - Ronaldo Bôscoli Gilbert - Roberto Menescal - Ronaldo Bôscoli |
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Jobim Buarque - JobimDeOliveira - Jobim DeMoraes - Jobim Jobim Jobim DeMoraes - Jobim Buarque - Jobim DeMoraes - Jobim DeMoraes - Jobim Jobim DeMoraes - Jobim Jobim DeOliveira - Jobim |
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CD 1 |
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César Camargo Mariano Edu Lobo – Vinicius de Moraes Baden Powell – Paulo César Pinheiro Paulo Sergio Valle – Marcos Valle Milton Nascimento – Fernando Brant Sergio Natureza – Tunai Roberto de Carvalho – Rita Lee Milton Nascimento – Fernando Brant Sergio Natureza – Tunai Abel Silva – Sueli Costa Jerônimo Jardim – Ivaldo Roque Rubens Campos – Henricão |
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CD 2 |
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Juca Chaves Milton Nascimento – Fernando Brant Fátima Guedes Milton Nascimento – Ronaldo Bastos Vitor Martins – Ivan Lins Chico Buarque – Tom Jobim Gonzaguinha Ary Barroso Milton Nascimento – Fernando Brant Gonzaguinha |
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Quelle: Dieser Artikel stammt aus dem Wikipedia-Artikel „Elis Regina“, welcher nach CC-BY-SA lizensiert ist. Die vollständige Autorenliste finden Sie hier. Erweiterungen durch INFO Südbrasilien werden unter gleicher Lizenz weitergegeben. |
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